ihre aktuelle Wochenzeitung
nicht nur für Lobberich!

Donnerstag, 16. Dezember


Zwei neue Straßennamen


Lobberich (dv). Der NetteAusschuss benannte in seiner Sitzung zwei Straßen in Lobberich: Zum einen soll.eine Straße im Neubaugebiet im Lobbericher Osten "Am Wasserturm" heißen. Der Vorschlag des Lobbericher St. Martins-Verein auf Benennung nach seinem Gründer Jodocus Schaaf wurde mit Begründung der schwierigen Schreibweise für Neubürger abgelehnt "Wir sollten Jodocus Schaaf in anderer Weise im Stadtgebiet ehren, so Marcus Optendrenk (CDU). Eine weitere neue Straße am Baugebiet an der neuen Mehrfachsporthalle erhält den Namen "Wilhelm-RietherStraße". Der Name konnte nur mit den Stimmen der CDU durchgesetzt werden. Die anderen Fraktionen störten sich an der Gleichheit mit der Riether und der Biether Straße. Riether setzte sich für den Sport ein

Mehr über Straßennamen in Lobberich  


Bester Tischler in NRW


Hanno Helgers (28) erhielt hohe Auszeichnung in Köln

Von Daniela Veugelers


Aus den Handen von Franz-Josef Knieps erhielt der Nettetaler Hanno Helgers (rechts) clie Urkundeium "Besten Tischlermeister NRW".

Nettetal. Mitte November erhielt der Nettetaler Tischlermeister Hanno Helgers im Rahmen des Westdeutschen Handwerkskammertags in Köln die Auszeichnung "Bester Tischlermeister Nordrhein Westfalen" mit der Note 1,6 ausgehändigt. Die Auszeichnung überreichte der Präsident des Westdeutschen Handwerkkammertags Franz-Josef Knieps. Das Ergebnis setzt sich nach Angaben des 28-jährigen Nettetalers aus den Noten der insgesamt sechs schriftlichen und praktischen Prüfungen zusammen.

Von seiner Auszeichnung die verbunden wurde mit einem Fortbildungsgutschein im Wert von 1.500 Euro - erfuhr Helgers vor drei Monaten aus einem Brief. "Zuerst glaubte ich an einen Irrtum und rief ganz ungläubig in Düsseldorf an, die mir das Ergebnis bestätigten", so Helgers.

Zurzeit arbeitet der Tischlermeister im elterlichen Betrieb in Nettetal. Diesen soll der Ausgezeichnete in einigen Jahren übernehmen. Zurzeit arbeitet die Firma Helgers im Bereich denkmalgeschützte Häuser und stellt in erster Linie Türen und Fenster her.

"Der Beruf macht sehr großen Spaß. Mit der Auszeichnung habe ich die Bestätigung, dass sich die Mühen im Vorfeld der Prüfung zum Tischlermeister gelohnt haben", so der 28-Jährige.  Die Urkunde findet ihren Platz in den Büroräumen: Neben den Meisterbriefen des Uropas, Opas, dem Vater Werner Helgers und seinem eigenen.

Link: Mehr über berühmte Leute aus Lobberich


Keine neuen Schulden in Nettetal


Verwaltung legte einen Entwurf des ausgeglichenen Haushaltes 2005 vor

Nettetal (dv). Auch unter dem neuen Bürgermeister Christian Wagner gilt die bisherige Devise weiter: Mit allen Mitteln will die Stadt ein Haushaltssicherungskonzept (HSK) vermeiden. Von daher scheint es umso erfreulicher, dass der Entwurf zum neuen Haushalt (bisher) ausgeglichen ist. "Dies bedeutet aber nicht, dass die katastrophale kommunale Finanzlage sich verbessert hat", so der Nettetaler Bürgermeister. Noch vor wenigen Monaten fehlten dem "Stadtsäckel" 6,5 Millionen Euro.

Der Ausgleich konnte nur durch drei Schritte gelingen: Erstens wird der in diesem Jahr erwirtschaftete Überschuss von 1,5 Millionen Euro direkt in den neuen Haushalt 2005 einfließen, zum zweiten wird weiterhin gespart und bei den Investitionen nach einer Prioritätenliste vorgegangen und zum dritten gewährt sich die Stadt den Vorgriff auf die Konzessionsabgabe 2006 der Stadtwerke . "da die finanziellen Rahmenbedingungen weiter schlecht sind", wie Wagner erklärt und um daher eine erneute Neuverschuldung zu vermeiden, müssen geplante Baumaßnahmen verschoben werden.

Die freiwilligen Leistungen werden nicht angetastet, da sie "nur knapp zwei Prozent des gesamten Haushalts ausmachen", wie Wagner betonte. Höhere Kosten erwartet die Stadt bei der Kreisumlage - auch im Zusammenhang mit Hartz IV. Mit dem neuen "knappen" Haushalt kann die Stadt sogar ein Teil der auf 29 Millionen Euro'gesunkenen Schulden tilgen.

Neue Kredite müssen nicht aufgenommen werden. »Allerdings hat der Entwurf keine Reserven oder kann zusätzliche Belastungen erfahren", so der Bürgermeister. Pläne zur Verbesserung der Straßen in Kaldenkirchen (Schützenstraße) oder Leuth (Austalsweg ) sind auf 2006 verschoben. Einzig einige Maßnahmen wie die Fertigstellung des Infozentrum Biologische Station, Erweiterung Taubenberg oder die Neugestaltung der Lobbericher Innenstadt wird in Angriff genommen. "Dies sind in der Vielzahl Projekte, an deren Mitfinanzierung die Stadt beteiligt ist, da sonst die Fördergelder vom Land nicht fließen werden", so Kämmerer Prümen.

Der Entwurf beläuft sich auf eine Gesamtsumme von 68.715.700 Euro. Die wichtigste Ausgabeposition des Haushaltes ist wie immer die Kreisumlage, die fast 20 Prozent der gesamten Ausgaben verschlingt.

Voraussichtlich werden drei Prozent Kreisumlage erhoben, Nettetal hat bisher zwei Prozent eingeplant. Verabschiedet werden soll das Zahlenwerk im Mai.


Ist Nettetal nun "Net." oder doch "Nett."


Ausschuss suchte Abkürzungen für Ortsschilder

Nettetal (dv). Sobald sich ein Ortsunkundiger innerhalb von Nettetal bewegt, kann dieser schnell den Überblick verlieren, wo er gerade ist. In der innerörtlichen Beschilderung taucht der Name Nettetal kaum auf, wie Dietmar Sagel, Leiter der NetteAgentur unterstrich.

Woher soll der Auswärtige wissen, dass Schaag, Leuth und Kaldenkirchen gemeinsam in der Stadt Nettetal zusammengefasst sind. Dieser mitunter verwirrende Sachverhalt soll schnellstmöglich durch eine einheitliche Beschilderüng aufgeklärt werden. So beschloss der NetteAusschuss in seiner Sitzung, künftig den Hinweis auf den Ortsteil durch den Zusatz Nettetal zu erweitern.

"Für die Ortsteile mit kurzen Namen ist dies schnell umzusetzen, aber was ist mit Kaldenkirchen", stellte Sagel fest. Von der Verwaltungsseite gab es mehrere Vorschläge wie man den Namen der Stadt am Besten abkürzen könnte. Vor allem diskutierte die Politik die Groß- und Kleinschreibung und vor allem, ob man Nettetal mit drei oder vier Buchstaben abkürzen sollte.

Haushoher Favorit bei SPD, Grünen und FDP war die Abkürzung "Nett." Grünen-Fraktionsvorsitzender Markus Tillmanns stellte sogar die werbewirksame Verbindung von "Nettetal ist einfach Nett" her. Auf Seiten der Christdemokraten wurde dagegen die einfache Schreibweise "Net." bevorzugt, so dass man sich mit acht gegen sechs Stimmen für diesen Schriftzug aussprach.

Da durch die Abstimmung nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht wurde, muss sich der Rat bei seiner nächsten Sitzung im neuen Jahr mit der gewünschten Schreibweise befassen.


"EVA" - Ein Bett, ein Mann


Feuerwehrübung im Nettetaler Krankenhaus / Neue Matte erleichtert die Evakuierung

Nettetal. Der Prophet im eigenen Land wird oft nicht gehört. So ist es auch mit der von Nettetals Erstem stellvertretenden Bürgermeister Harald Post entwickelten Evakuierungsmatte EVA, die in England schon in nahezu allen Altenheimen und Krankenhäusern selbstverständlich ist, da sie die Evakuierung erleichtert und Kraft spart. Während einer Alarmübung der Nettetaler Feuerwehr wurde EVA jetzt auch erstmals im Krankenhaus Nettetal erprobt.

Übung kam völlig überraschend

Keiner war informiert: Löschzugführer Leo Thönissen (Breyell) wechselte in seiner Garage gerade die Reifen, Löschzugführer Andre Zetzen (Hinsbeck) war gerade mit dem Auto in Lobberich unterwegs und raste wegen des Alarms ins Hinsbecker Gerätehaus, Horst Mürmanns (Breyell) erledigte im Garten die letzten Arbeiten. Doch punkt 13.15 Uhr heulten am Samstag in Lobberich, Breyell und Hinsbeck die Feuersirenen: Küchenbrand im Krankenhaus", so die Meldung.

Dass es sich dabei um eine Übung der neueren Art handelte, wussten nur Stadtbrandmeister Hans Moors sowie Lobberichs Löschzugführer Achim Geraatz, sein Stellvertreter Jörg Peschkes und der Lobbericher Ortsvorsteher Harald Post, letzterer aus einem ganz besonderen Grund. Harald Post ist Textilkaufmann und entwickelte die Evakuierungsmatte EVA, die inzwischen patentiert ist und vom US-Konzern Eculab weltweit vertrieben wird.

Seine Tochter Dörthe Post ist beim Düsseldorfer Henkel-Konzern Produktmanagerin und in dieser Eigenschaft auch für die EVA-Matte zuständig. Über Henkel, der am US-Konzern Eculab beteiligt ist, kam das von Harald Post patentierte Produkt zur Vermarktung. Dörthe Post und Eculab-Vertriebsleiter Thomas Britz hatten am Samstag während der Feuerwehrübung die Aufgaben des Pflegedienstes im Aufwachraum der ZAE (Zentrum für Arthoskopie und. Endoprothetik) übernommen. Dort war nämlich in der Küche das Feuer ausgebrochen. Der Empfangsbereich war total verqualmt und als die Feuerwehrmänner unter schwerem Atemschutz die vier Treppen hochgestiegen waren, erwartete sie EVA - die sie aber nicht kannten.

"Unser Slogan für EVA lautet. Ein Bett, ein Mann", erläuterte Dörthe Post. Dank EVA kann ein Feuerwehrmann den Patienten relativ leicht, aber dennoch sicher beliebig viele Stockwerke herunter tragen. Da bei Feuer die Fahrstühle außer Betrieb sind, ist die Bergung mit dem Krankenhausbett unmöglich. Die Bergung mit einer Krankentrage ist beschwerlich und oft auch für die Patienten nicht ganz ungefährlich.

Die Bergung der Patienten mit EVA ist relativ leicht, doch müssen sich die Feuerwehrleute und auch die Patienten daran gewöhnen. "Der Patient muss die Arme unter der Decke lassen." Die EVA-Matte liegt wie ein Matratzenschoner unter der üblichen Krankenhaus-Matratze. Mit drei Bändern, die an der EVA-Matte sind, wird der Patient festgeschnallt, dann kann der Feuerwehrmann Patient samt Matratze und EVA um 90 Grad vom Bett in Richtung Krankenzimmer wenden, einfach aus dem Bett ziehen und so leicht durch Flure, Türen und Treppenhaus ziehen.

Die EVA-Matte besteht aus doppelt genähtem, federndem Spezialgewebe. "Sie rutscht leicht auf jedem Boden, auf Stein, Kunststoff und auch auf Teppichböden", stellte Stadtbrandmeister Hans Moors fest. Beim Ziehen aus dem Bett wird der Aufprall durch EVA und Matratze absorbiert. Das bestätigten auch die vier Krankenpfleger und Michael Karadjan (7), die sich als Patienten für die Rettungsübung mit EVA zur Verfügung gestellt hatten.

Stadtbrandmeister Hans Moors war beeindruckt. "Die Männer sind überhaupt nicht, erschöpft, obwohl sie die Patienten aus dem vierten Stock ins Freie evakuieren mussten. Auch Übungsleiter Jörg Peschkes zeigte sich zufrieden: Fünf Patienten, die nach der ambulanten Operation im Aufwachbereich lagen, konnten relativ leicht evakuiert werden."

EVA gehört bald zum Ausblidungsprogramm

Harald und Dörthe Post informierten noch einmal ausführlich über die EVA-Matte, deren Handhabung ab Frühjahr 2005 in das Ausbildungsprogramm der Feuerwehr Nettetal aufgenommen wird. Bei der Auswertung von Statistiken sei sie erschrocken gewesen, gestand Dörthe Post, wie oft es in Krankenhäusern brenne und wie oft Abteilungen evakuiert werden müssten. EVA gehöre eigentlich in jedes Krankenhausbett, so wie der Feuerlöscher in jeden Flur Der Feuerwehr Nettetal schenkte Harald Post einige EVA-Matten für Demonstrations- und Übungszwecke.

Insgesamt waren 70 Feuerwehrmänner mit 17 Fahrzeugen im Krankenhaus Nettetal im Einsatz.


Harald Post und seine Tochter Dörthe erläutern die vom Lobbericher Ortsvorsteher
entwickelte EVA-Matte , die vom US-Konzern Eculab weltweit vertrieben wird.


Weitere Themen  in den GN diese Woche:


Weitere Zeitungsartikel: Archiv


Bestellen Sie jetzt Ihre online!

Die Grenzland-Nachrichten legen ganz besonderen Wert auf die lokale Berichterstattung.
Viele Sportinteressierte schätzen die ausführliche Berichterstattung aus den unteren Ligen und dem Jugendbereich.


Links innerhalb Lobberich.de:

Gästebuch

home

Kontakt

virtuelle Postkarten


Impressum - Datenschutzerklärung